FT8 kills Ham Radio!  

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SIWECOS  

   

Um nach der Einrichtung unserer Funkstation im Turmzimmer endlich "richtig" QRV werden zu können, diskutierten wir immer wieder verschiedene Möglichkeiten, eine KW-Antenne in der Nähe unseres neuen Shacks zu installieren. In der Vergangenheit hatten wir einfach einen Langdraht aus dem Fenster gehängt und diesen mit Hilfe einer Matchbox angepasst. Wer schon einmal eine solche Antenne in Gebrauch hatte, weiß, dass es nicht gerade das Nonplusultra im DX-Geschäft ist. Unsere Favoriten bei diesen Diskussionen waren eine Magnet-Loop innerhalb des Shacks bzw. ein Drahtantenne zwischen Kuppel und Turm unserer Kirche. Die Wahl fiel dann schließlich auf die Drahtantenne, da wir diese relativ hoch und frei aufhängen könnten. Nachteil dieser Entscheidung war und ist, dass wir mit dieser Antenne praktisch die Nord-Süd-Richtung ausspar(t)en und somit z.B. in Afrika kein allzu starkes Signal stellen konnten/können, was sich leider auch an unserer Länderstatistik erkennen lässt. Aber irgendwas ist ja immer...

Nachdem diese Entscheidung getroffen war, setzten wir uns mit dem damaligen Pfarrer der Gemeinde Herr Weidel in Verbindung, um eine Genehmigung zu erhalten, die Antenne auch tatsächlich so spannen zu dürfen, wie wir es geplant hatten. Zu unserem Erstaunen erhielten wir nach einem kurzen Gespräch, in dem wir unser Vorhaben skizzierten, formlos und ohne weitere Schwierigkeiten seine Genehmigung. Dies war also geschafft.

Also begaben wir uns eines sonnigen Februartages (am 27.02.1999) mit zwei Dachdeckerleitern, einer Drahtantenne, jeder Menge Koaxkabel und PL-Steckern bewaffnet in unser Shack. Nach kurzen Vorbereitungsarbeiten (löten von Steckern etc.) gingen wir ans Werk. Durch eine kleine Dachluke gelangten wir auf das Dach der Kirchenkuppel. Nun hängten wir die Leitern in die Dachhaken und Tom DL7AWO bestieg durch ein Klettergeschirr gesichert das Dach. Mit den Leitern ging es dann in Richtung Kuppelspitze. Leider mussten wir auf halbem Weg eine ungewollte Pause einlegen, da die Abstände der Dachhaken im oberen Bereich zu groß für unsere Leitern wurden. Zu unserem großen Glück fanden zeitgleich Bauarbeiten in und an unserer Kirche statt, so dass wir ein Gerüstteil nutzen konnten, um auch größere Abstände zu überbrücken. Nachdem auch dieses Hindernis überwunden war, erreichte der "Stoßtrupp Kirchenkuppel" relativ schnell die Spitze und befestigte das eine Ende der Antenne an einem Dachhaken kurz unterhalb des auf der Spitze angebrachten Kreuzes.

Auf der anderen Seite ließen wir ein Seil vom Kirchturm herunter und banden daran die Antenne. Nachdem die Antenne hochgezogen war und ihre Endposition erreicht hatte, musste "nur noch" das Speisekabel in unser Shack geführt werden. Dies bewerkstelligten wir mit ein bisschen Wurfgeschick und einem kleinen Gewicht. Nun war der Hauptteil der Arbeit erledigt und wir konnten das Dach und unsere Sicherungsposten wieder verlassen.

Die restlichen Arbeiten konnten wir nun bequem vom Shack aus durchführen, ohne unser Leben in luftiger Höhe riskieren zu müssen. Es musste noch ein Loch in den Fensterrahmen gebohrt werden, um das Speisekabel ins Shack führen zu können und ein Blitzschutz installiert werden. Dies war schnell getan und so konnten wir am frühen Abend unser Werk betrachten.

Endergebnis dieser nicht ganz alltäglichen Arbeit war eine frei hängende FD4-Drahtantenne in etwa 35m Höhe über Grund. Sie spielt auf den Kurzwellenbändern 40m aufwärts.

Und dass sie spielt zeigt unser aktueller Länderstand...

 

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