FT8 kills Ham Radio!  

No FT8 300x300

   

SIWECOS  

   

Am Donnerstag, den 26.Juli ging es los. Als Fahrzeug lieh uns ein Freund einen VW-Bus, was angesichts unseres Materials trotz nur drei beförderter Personen angemessen war. Als erstes beluden wir den Bus, der sich schnell mit immer mehr Ausrüstungsgegenständen füllte. Neben diversen persönlichen Dingen und unserer Verpflegung mussten natürlich unsere funkspezifischen Sachen Platz finden. Diesen "Ladevorgang" konnten wir zum Glück relativ schnell abschließen, da wir schon am Vortag begonnen hatten, den Bus zu packen.

Am frühen Nachmittag konnte es dann endlich losgehen. Ziel war Lomitz (JO52QW), ein kleiner Ort im Wendland, dem östlichsten Zipfel von Niedersachsen.

Am späten Abend trafen wir nach einer Fahrt ohne besondere Vorkommnisse ein. Da es natürlich bereits dunkel war und wir doch ein bisschen erschöpft von der Fahrt waren, luden wir nur noch die etwas teureren Sachen aus (Funkgeräte und Endstufen) und ließen dann den Abend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es dann so richtig los. Unser Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem Aufbau unserer Erde-Mond-Erde-Station. Unsere Ausrüstung bestand hier aus einem Alu-Kipp-Mast, zwei 18el. Yagis von M2, einem selbstgebauten Sequencer, einem ICOM IC-275E und einer Dressler D200s-Endstufe. Viel Zeit durften wir uns dabei nicht lassen, da wir bereits am späten Nachmittag die ersten Skeds vereinbart hatten. Also bauten wir die Antennen zusammen, richteten die Stockung aus und verkabelten Antennen, Sequencer und die Speiseleitung. Bis dahin ging zwar alles gut, dann folgte jedoch die Katastrophe. Beim Aufstellen des Mastes löste sich der Mastfuß aus seiner Bodenverankerung und der Mast fiel wieder um. Endergebnis dieses Unfalles waren zwei verbogene Antennen und ein zerstörter Sequencer, glücklicherweise jedoch keine Verletzten. Nach einer kurzen Beratung über das weitere Vorgehen kamen darin überein, die EME-Skeds per E-Mail abzusagen, aus den zwei Antennen eine zu machen und uns auf terrestrischen UKW-Funk zu beschränken. Dies taten wir dann auch und so verging der Tag mit dem Geradebiegen von Aluminium und dem Aufbau unseres Funkzeltes. Als Versöhnung gelangen uns aber auch auf diese Weise sehr schöne Verbindungen.

Den Samstag widmeten wir dem Aufbau unserer Kurzwellen-Station und der Packet-Radio-Anlage. Für die kurze Welle standen uns unser TS-140 samt TL-911-Endstufe, ein 80m-Dipol, eine FD4 und ein FB23-Beam samt Rotor zur Verfügung, die Packet-Radio-Anlage bestand aus einem C5608D-Mobil-Transceiver und einer 6el-Yagi. Für die FD4 waren schnell zwei passende Bäume gefunden und so hing die Antenne in etwa einer halben Stunden. Das Spannen des Dipols gestaltete sich jedoch schwieriger. Zwar fanden wir auch für diese Drahtantenne zwei Bäume im entsprechenden Abstand, die Gerade zwischen diesen Bäumen verlief jedoch über eine Pferdewiese und das darauf grasende Pferd zeigte sich leider sehr interessiert an unserer Antenne. Also mussten wir erst einmal das Pferd ablenken, um dann schnell die Antenne in die Höhe zu ziehen. Nach "einiger Zeit" hatten wir das Pferd dann aber überlistet und unseren 80m langen Dipol aufgehängt. Da wir im heimischen Shack nur Platz für eine 20m lange Drahtantenne haben, wollten wir hier die Gelegenheit nutzen und unseren Länderstand auf 160m erhöhen, was uns auch gelang. Neben den "normalen Kurzwellen-QSOs" nahmen wir außerdem noch am IOTA-Contest teil.

Der nächste Tag begann etwas ruhiger mit einem späten Frühstück. Für diesen Tag hatten wir Satelliten-Verkehr und eine kleine Grillparty geplant. Da wir bisher noch keine QSOs über Satelliten geführt hatten, fingen wir erst einmal damit an, uns in die Tracking-Programme einzuarbeiten. Dann bauten wir unsere kleine Antennen-Anlage, bestehend aus jeweils einer 6el-Yagi für 2m und 70cm, auf. Da wir für die UKW-Anlagen keinen Rotor besitzen mussten wir Antennen mit einem Kompass in der Hand per Hand nachführen. Aber auch so gelangen uns nach einer kleinen Einarbeitungsphase unsere ersten Satelliten-QSOs. Am Nachmittag warfen wir dann den Grill an und holten das Bier aus dem Kühlschrank um den Tag mit einem schönen Essen ausklingen zu lassen. Der Tag endete spät in der Nacht mit einigen 160m-QSOs.

Für den Montag hatten wir nichts besonderes geplant, jeder machte halt das, wozu er Lust hatte. Am Nachmittag fingen wir dann aber an, die gesamten Anlagen wieder abzubauen, um am Dienstag möglichst früh aufbrechen zu können, da uns noch einige Kilometer auf der Autobahn bevorstanden.

Den Dienstag begangen wir mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite waren wir natürlich traurig, dass die Tage in Lomitz so schnell vorbei gegangen waren. Auf der anderen Seite waren wir aber natürlich gespannt, was das Pfadfinderlager in Westernohe bringen würde. Also räumten wir die letzten Sachen zusammen, säuberten das Haus und begaben uns mit unserem VW-Bus wieder auf die Autobahn...

 

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