Da unsere Kirchengemeinde unser Shack beherbergt und wir somit einen Teil der Gemeinde darstellen, wollten wir im Jahr 2002 zum ersten Mal auf dem alljährlich stattfindenden Gemeindefest über unsere Amateurfunkaktivitäten rund um DL0AVH berichten. Bei diesem "Fest" handelt es sich um ein Treffen der Gemeindemitglieder, welches durch diverse Stände (Grill, Spiele für Kinder etc.) schon fast die Dimensionen eines Volksfestes erreicht. Also fassten wir den Entschluss, die Festlichkeiten mit einem kleinen Stand unsererseits zu bereichern und ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

Am Abend des Vortages trafen wir uns, um die Kurzwellen-Antenne, eine FD4, zu spannen. Nach genauerer Betrachtung des uns zur Verfügung gestellten Platzes, hatten wir in relativ kurzer Zeit die ideale Stelle für unsere Antenne gefunden; sie wurde von einem Mauerhaken der Kirchenkuppel auf einen Baum gespannt, so dass sie etwa eine Höhe von 10m erreichte.

 

gemeindefest 02 1

 

Am nächsten Tag (30.06.02) bauten wir schließlich den Rest auf. In einem kleinen "Party-Zelt" installierten wir eine Kurzwellen- und eine Packet-Radio-Station. Darüber hinaus demonstrierten wir die Funktionsweise unseres Funkrufsenders DB0AVH.

Im Laufe des Tages kamen immer wieder interessierte Gemeindemitglieder vorbei, die von unserer Antenne und den "komischen" Geräuschen angezogen wurden. Diese wurden dann von uns in die "Geheimnisse" des Amateurfunks eingeweiht und erfuhren so an diesem Tage ganz nebenbei, was für ein seltsames Gebilde zwischen ihrer Kuppel und ihrem Turm hängt.

 

gemeindefest 02 2

 

Leider gerieten unsere Vorführungen etwas in den Hintergrund, da bekanntlich am selben Tag das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft mit der Begegnung Deutschland - Brasilien stattfand. Aber selbst für die Fußballbegeisterten hatten wir etwas zu bieten: auf einem kleinen Fernseher konnte man bei uns das Spiel live mitverfolgen ... der Ausgang ist ja leider hinlänglich bekannt.

Im Frühjahr 2002 sollte es nun also endlich soweit sein. Wir wagten uns an den schon länger geplanten Umbau unseres Turmzimmers und Shacks heran. Sinn und Zweck dieser Unternehmung war es, den zur Verfügung stehenden Raum besser nutzen zu können und Platz für eine große Arbeitsplatte (zum Basteln etc.) zu schaffen. Dazu trafen wir uns an insgesamt 7 Terminen im März und April.

Der Startschuss erfolgte am 08.März mit dem Einkauf des benötigten Materials, vornehmlich Holz, Schrauben, Leim und alles, was so dazugehört. Noch am selben Tag schafften wir das eben genannte ins Turmzimmer und begannen damit, unser Shack frei zu räumen. Im Laufe der folgenden Arbeitstage (09., 13., 14., 16. März) wurde zuerst das Turmzimmer komplett leer geräumt und dann mit den eigentlichen Arbeiten begonnen. Die schon vorher selbst gebauten Einbauschränke wurden versetzt und an die neuen Platzverhältnisse angepasst. So wurde es möglich die Heizung und den Kühlschrank in die Schränke zu implementieren. Als nächstes bastelten wir uns eine große Arbeitsplatte in Form eines L, auf der nicht nur unsere komplette Amateurfunkstation Platz findet, sondern auch noch ausreichend Platz vorhanden ist fürs Basteln, Logbuch führen und einen zweiten Operator. Auch dieser „Tisch“ wurde genau eingepasst und anschließend lackiert.

Während sich ein Team mit den Holzarbeiten im Zimmer selbst beschäftigte, wurde zeitgleich das Schließblech der Eingangstür ausgetauscht, so dass es uns nun möglich ist, die Tür nach einem vereinbarten Klingelzeichen von oben (mit einem „Summer“) zu öffnen. Eine weitere selbstgestellte Aufgabe, die das Elektrikerteam zu bewältigen hatte, war die Reduzierung der Leistung der zentralen Deckenlampe und die Installation einer indirekten Beleuchtung.

Das Prunkstück unserer Umbauten sollte aber der Computerschrank werden. Um unserem Rechensklaven ein schönes Zuhause geben zu können, erschufen wir ein kleines Gehäuse, welches als zusätzliches „Tischbein“ unter der Arbeitsplatte Platz findet. Sämtliche Anschlüsse werden vor neugierigen Augen verborgen nach hinten heraus geführt und von vorn schließt eine eigens vom Glaser angepasste Rauchglasscheibe als Tür den Schrank ab.

Das Einsetzen dieser Glastür in den Schrank beendete am 19.März die Arbeiten im und am Turmzimmer.

Endgültig abgeschlossen wurde der Umbau mit der Begutachtung des fertigen Zimmers am 06.April und einem sich anschließenden Grillabend.

 

  • Turmzimmer_02_01
  • Turmzimmer_02_02
  • Turmzimmer_02_03
  • Turmzimmer_02_04
  • Turmzimmer_02_05
  • Turmzimmer_02_06
  • Turmzimmer_02_07
  • Turmzimmer_02_08

Simple Image Gallery Extended

Zum 20-jährigen Jubiläum der Interradio wollten auch wir endlich einmal die große Amateurfunkmesse in Hannover besuchen. Wir, das waren in diesem Fall nicht nur die Funkamateure um DL0AVH, sondern auch Mitglieder der Jugendgruppe des OVs D06, Berlin-Spandau. Eigentlich wollten wir uns zu fünft auf den Weg machen, doch wie es halt so oft ist, sagten drei OMs kurzerhand ab. Also machten sich nur noch Max DH7AHK und Tom DL7AWO auf nach Hannover.

Da wir noch zwei OMs in der näheren Umgebung Hannovers besuchen wollten und Bekannte uns eine Übernachtungsmöglichkeit in Braunschweig anboten, fuhren wir schon am Vortag der Interradio, am 26.10.01 los. Nach einer etwas längeren Fahrt auf der Autobahn (leider gehören Staus auf der A2 mittlerweile wohl zur Tagesordnung) erreichten wir unseren ersten Stationspunkt, Emmerthal in der Nähe von Hameln. Hier holten wir einen FB33-Beam von Fritzel ab, den DJ9YW günstig veräußerte. Bei dieser Gelegenheit führte er uns auch gleich seine eindrucksvolle EME-Anlage vor. Dabei handelt es sich um einen selbstgebauten 3m- Spiegel auf einem ausfahrbaren Teleskopmast, der Erde-Mond-Erde-Verbindungen auf 70 und 23cm ermöglicht. Auf 23cm stehen darüber hinaus etwa 600W Sender-Ausgangsleistung zur Verfügung (man beachte die Strahlungsleistung!).

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, fuhren wir unser nächstes Ziel an, Hondelage nördlich von Braunschweig. Hier besuchten wir DF2AU und erstanden (ebenfalls sehr günstig) ein ehemaliges BOS-Funkgerät und einen 23cm-Transverter. Der Transverter ist für eine Linkstrecke unseres zukünftigen Funkruf-Digipeaters DB0AVH gedacht. Auch von DF2AU wurden wir freundlich empfangen, konnten aber leider nicht lange bleiben, da es mittlerweile schon sehr spät war und wir uns noch durch Braunschweig suchen mussten. Nach einer kleinen Irrfahrt durch die für uns doch eher fremde Stadt hatten wir aber auch das geschafft und ließen den Tag "gemütlich ausklingen". Gegen 1 Uhr fielen wir müde in unsere Betten.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, um rechtzeitig zur Eröffnung der Interradio bei den Messehallen in Hannover zu sein. Zwar wurden wir auf der A2 dieses Mal von Staus verschont, Wartezeiten mussten wir aber trotzdem in Kauf nehmen, da der Messezubringer die "Automassen" der von der A2 anfahrenden Besucher nicht verkraftete. In den hannoveranischen Messehallen fand an diesem Tag nämlich nicht nur die Interradio, sondern auch eine Hundeschau statt. Nach der zum Glück dann doch relativ kurzen Wartezeit erreichten wir die Messehalle 19, was nicht zuletzt dem hervorragenden Einweisungsverkehr auf der Mobilanruffrequenz zu verdanken war. Schnell war das Auto auf dem Parkplatz "NORD 1" abgestellt und der Eingang gefunden.

Nun begann der eigentliche Grund unserer kleinen Deutschlandreise.

Nach dem Bezahlen des Eintrittsgeldes von 10DM betraten wir die Halle 19. Mittig waren die zahlreichen Flohmarktstände der Privatanbieter aufgebaut, darum herum die Stände der kommerziellen Firmen bzw. Amateurfunkvereinigungen. Da wir ja auch nach einigen Schnäppchen Ausschau halten wollten, besichtigten wir zuerst den Flohmarkt. Hier wurden alle nur erdenklichen Gegenstände und Geräte angeboten, Messgeräte, Bücher, Funkgeräte, aber auch Gegenstände ohne Amateurfunkbezug. Mit besonderer Befremdung nahmen wir einen Stand wahr, der augenscheinlich zum Flohmarkt gehörte, an dem aber nicht-deutsch-sprechende Personen fast ausschließlich original-verpackte Ware anboten, zum größten Teil Handyartikel. Vielleicht sollte man im nächsten Jahr etwas genauer kontrollieren, wer was verkauft.

Nachdem wir den Flohmarkt durchstöbert hatten, schauten wir uns die restlichen Stände an. Hier stellten folgende Firmen ihre Ware aus: Wimo, elektro dekker, Kabel-Kusch, Andy´s Funkladen, Yaesu, DARC-Verlag, Funkamateur-Verlag, Schurr-Morsetasten, UKW-Berichte. Darüber hinaus waren folgende Verbände vertreten und erläuterten ihre Arbeit: Vereinigung der Funkamateure in Hilfsorganisationen, Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule, Interessengruppe für Funkruf im Amateurfunk; selbst die Regulierungsbehörde informierte über ihr Tätigkeitsfeld. Neben diesen Firmen und Verbänden wurde aber auch wieder ein besonderer Service angeboten: an einem Messplatz konnte man mitgebrachte Geräte durchmessen lassen. Dem Andrang nach zu urteilen, wurde dieses Angebot rege genutzt.

Während wir so durch die Halle schlenderten trafen wir auch mehrere OMs aus unserem Ortsverband, allen voran unseren OV-Vorsitzenden, Dieter DL7HD, der zusammen mit Tom DC7GB nach Hannover angereist war.

Neben dem Kauf diverser Geräte hatten wir aber noch ein weiteres Ziel. Da wir beabsichtigen, auf den Turm unserer heimatlichen Kirchengemeinde den ersten Funkruf-Digipeater in Berlin zu errichten, wollten wir dies hier während der Messe mit dem Koordinator für Digipeater und Linkstrecken Fritz Schaumann DG1DS absprechen und das Rufzeichen DB0AVH vorab "reservieren". Nach einer Erläuterung unseres Vorhabens und einem längeren Gespräch, hatten wir OM Fritz von dem Sinn unseres Vorhabens überzeugt und er trug unseren geplanten Digipeater in seinen Laptop ein.

Nach einem weiteren Rundgang (um auch ja nichts zu übersehen) war es mittlerweile schon so spät geworden, dass der Abschluss der Interradio, eine große Tombola, begann. Die Preise wurden allesamt von Firmen oder Verlägen gespendet; es handelte sich dabei natürlich um Dinge mit Amateurfunkbezug. Neben Büchern und Antennen war der Hauptpreis (wie jedes Jahr) eine Reise nach Dayton zur Hamvention im nächsten Jahr. Die Ziehung der Gewinner verzögerte sich zwar ein wenig, da die Lostrommel nicht aufzufinden war, schließlich und endlich konnten aber doch alle Preise an den Mann gebracht werden. Wir gingen leider leer aus.

Nach der Tombola leerte sich die Halle schlagartig und auch wir machten uns auf den Weg zurück nach Berlin. Dieses Mal hatten wir Glück und blieben von Staus verschont. In Berlin angekommen luden wir unsere erstandenen Gerätschaften aus und beendeten unsere kleine Deutschlandrundfahrt.

Fazit:

2 Tage unterwegs + 900 zurückgelegte Straßenkilometer + diverse neue Geräte und Antennen + neue Bekanntschaften = Vorfreude auf die nächste Interradio

 

  • interradio_01_1
  • interradio_01_2

Simple Image Gallery Extended

Vom 15. - 31.August 2001 veranstaltete unser Stamm Anselm von Havelberg sein großes Sommerlager. Dieses Mal war Troldhoj bei Nordborg in Dänemark unser Domizil. Während dieser Zeit wollten wir natürlich auch vom Lagerplatz aus Funkbetrieb machen.

Um gut ausgerüstet zu sein, fingen wir schon früh mit der Planung an. Da wir für unsere Fahrt nach Dänemark nicht unbegrenzte Transportkapazitäten zur Verfügung hatten, mussten wir unsere Ausrüstung so reduzieren, dass alles in eine mittelgroße Aluminiumkiste passte. Angesichts dieser Tatsache verzichteten wir auf Endstufen und KW-Beams und nahmen "nur" eine 100W-KW-Station, eine FD4-Drahtantenne und eine FM-UKW-Station mit.

Als Shack errichteten wir eine Kothe, ein traditionelles schwarzes Pfadfinderzelt. In diesem Zelt bauten wir auf einem kleinen Campingtisch unsere Station auf. Unsere KW-Antenne spannten wir direkt über das Zelt, so dass die Speiseleitung nur die Höhe der Antenne über Grund (etwa 6m) betrug. Auf der einen Seite spannten wir die Antenne über einen Baum, was wir nach altbewährter Weise mit Hilfe eines gezielten Steinwurfes bewerkstelligten. Auf der gegenüberliegenden Seite bauten wir uns aus zwei gekreuzten Baumstämmen ein Zweibein, da hier keine geeigneten Bäume zu finden waren. Dieses Zweibein bildete unseren zweiten "Antennenmast". Die UKW-Antennen (vornehmlich für Packet Radio gedacht) befestigten wir an unserem unmittelbar neben der Funkkothe errichteten Lagerturm.

Da ein Vortrupp (zu dem auch der Autor dieses Artikels, Tom DL7AWO gehörte) schon am 13.August auf dem Zeltplatz eintraf, konnten wir unsere Funkanlage aufbauen, ohne dabei in Konflikt mit dem Gruppenprogramm zu kommen. Des weiteren konnten wir so schon vor Eintreffen der Hauptgruppe erste Informationen nach Berlin übermitteln, was wir in abendlichen Skeds mit Max DH7AHK auch taten. Hier stellten sich aber auch schon die ersten Probleme ein. Wie schon erwähnt hatten wir eine sehr kurze Speiseleitung für die KW-Antenne, da wir den Standort unseres Shacks frei wählen und so Verluste durch lange Kabelleitungen umgehen konnten. Auf der anderen Seite bescherte uns dies aber Einstrahlprobleme der übelsten Sorte, da wir praktisch direkt unter der Antenne saßen. Dies hatte zur Folge, dass unser mitgeführtes Schaltnetzteil seinen Dienst versagte, was sich darin äußerte, dass die Spannung sofort zusammen brach, sobald man die Sendetaste auch nur berührte. Alle Abschirm- und Abblockversuche blieben erfolglos und so mussten wir unsere Leistung auf etwa 50W reduzieren. QRP-Freunde werden jetzt wahrscheinlich den Kopf schütteln, da ja Amateurfunk-Verbindungen bekanntlich auch mit weitaus weniger Leistung möglich sind, für Skeds mit Berlin reichte diese Leistung aber gerade so aus. Um nicht das ganze Lager über dermaßen gehandicapt zu sein, wurde einige Tage später eine etwas größere LKW-Batterie angeschafft, die uns eine problemlose Stromversorgung garantierte. Diese Batterie hat mittlerweile ihren Weg in das Inventar von DL0AVH gefunden und wird uns auch in Zukunft bei Fielddays eine netzunabhängige Stromversorgung bescheren.

So funkten wir, wann immer es unsere sonstigen Aktivitäten zuließen. Dies war vornehmlich in der Mittagspause und am späten Abend der Fall. Anfangs war es nur einem OM möglich vom Lagerplatz aus zu funken, nämlich Tom DL7AWO. Nach einer Woche verstärkte dann Max DH7AHK das Ein-Mann-Team. Rene DO4JN durfte wegen fehlender CEPT-Klassifizierung der deutschen 3er-Klasse aus Dänemark keinen Betrieb machen. Neben den beiden aktiven Funkamateuren fanden auch immer wieder Gruppenkinder den Weg in das Funkzelt, da sie von den "merkwürdigen" Geräuschen angezogen wurden. Größere Werbeaktionen mussten wir also gar nicht durchführen, um auf uns aufmerksam zu machen. Die meistens Kinder blieben dann eine Weile und ließen sich das erklären, was gerade ablief. Manch einer blieb auch länger und hörte mit einer Engelsgeduld den QSOs zu. Ein aktives Einbeziehen der Kinder in den Funkverkehr (wie dies während des JOTAs erlaubt ist) war uns in Dänemark leider nicht möglich bzw. gestattet.

Da neben unserem Zeltplatz noch Platz für weitere Gruppen war, lernten wir in dieser Zeit auch immer wieder andere Pfadfinder kennen. Für uns Amateurfunker war vor allem ein kurzes Treffen mit einem dänischen OM interessant. Dank der wichtigen Tipps dieses OMs fanden wir endlich auch einen Digipeater...

Neben dem "normalen" Funkverkehr, von dem die Kinder ja relativ wenig haben, versuchten wir auch, unsere Klubstation anderweitig in das Lagerleben einzubinden. Ein Beispiel dafür war ein durchgeführtes Geländespiel. Bei diesem Spiel, einer Art Postenlauf, mussten die Pfadfinder diverse Rätsel lösen bzw. Gegenstände beschaffen. Die Aufgabe, die es beim Funkposten zu lösen galt, bestand in der Entzifferung kurzer Folgen von Morsezeichen, die aus dem Lautsprecher eines Funkgerätes schallten. Da die meisten jedoch (noch) keine Morsetelegraphie beherrschten, musste erst einmal eine Niederschrift des Morsecodes besorgt werden. Damit jedoch nicht genug. In der Zwischenzeit war nämlich leider die Batterie des Funkgerätes zu schwach geworden, um die Morsezeichen wiederzugeben. Nachdem auch die Batterie besorgt worden war, was entweder durch Tauschgeschäfte mit anderen Gruppen oder durch Kauf bei einem Händler möglich wurde, musste noch die Befähigung zur Teilnahme am Funkverkehr nachgewiesen werden. Dazu musste man der dafür zuständigen Dame sein Anliegen in der Landessprache verständlich machen. Also: Wörterbuch organisieren... Mit Batterie und dänischer Funklizenz konnte der Morsespruch dann endlich entziffert werden. Es handelte sich um den SOS-Ruf eines Seemanns. Dies gehörte aber wiederum zu einem anderen Rätsel...

Mit solchen und vielen anderen interessanten Tagespunkten verging das Sommerlager wieder einmal viel zu schnell. Eh man sich versah, waren die zwei ein halb Wochen auch schon vorbei.

Am letzten Tag bauten wir das komplette Lager und ebenso unsere "Funkkothe" und die Antennen wieder ab, verstauten alles in den Bussen und machten uns auf den Weg nach Berlin, wo wir nach einer mehrstündigen Autofahrt wohlbehalten ankamen.

 

  • sommerlager_01_01
  • sommerlager_01_02
  • sommerlager_01_03
  • sommerlager_01_04
  • sommerlager_01_05
  • sommerlager_01_06
  • sommerlager_01_07
  • sommerlager_01_08
  • sommerlager_01_09
  • sommerlager_01_10
  • sommerlager_01_11
  • sommerlager_01_12
  • sommerlager_01_13
  • sommerlager_01_14
  • sommerlager_01_15
  • sommerlager_01_16
  • sommerlager_01_17
  • sommerlager_01_18
  • sommerlager_01_19
  • sommerlager_01_20
  • sommerlager_01_21
  • sommerlager_01_22
  • sommerlager_01_23
  • sommerlager_01_24

Simple Image Gallery Extended

Am späten Nachmittag kamen wir nach einer etwas längeren Autofahrt in Westernohe an.

Als erstes lernten wir jetzt endlich die anwesenden Funkamateure kennen, die wir sonst nur aus dem vorangegangenen E-Mail-Verkehr kannten. Allen voran ist hier Lars DG4SEV zu nennen, der die Funkaktivitäten auf diesem Lager organisierte bzw. leitete. Bei dem Lager handelte es sich um das Bundeslager des Bundes deutscher Pfadfinder (BdP), welches alle vier Jahre stattfindet und bei dem sich nicht nur Pfadfinder aus ganz Deutschland treffen, sondern auch zahlreiche ausländische Gäste anwesend sind. In diesem Jahr nahmen etwa 5000 Pfadfinder teil.

Das Shack bestand hier aus einem etwas größerem Zelt, in dem auf Biertischen und -bänken die Stationen aufgebaut wurden. Schon vorhanden waren eine KW-Station samt Drahtantenne, eine UKW-Station samt Mast, Rotoren und Antennen für Satelliten-Verkehr und eine Packet-Radio-Station. Wir ergänzten die Ausstattung mit einer UKW-Station plus Antenne und Endstufe und einer KW-Station mit Beam und Endstufe. Die Endstufe konnten wir leider nur mit etwa 300 Watt betreiben, da durch die extrem langen Stromleitungen das Netz nicht mehr ausreichend belastbar war. Beim ersten Sendeversuch fiel die Spannung auf etwa 160 Volt ab...

Nach Abschluss der Aufbauarbeiten schauten wir uns erst mal auf dem Lagerplatz um und ließen uns einiges erklären.

Während der kommenden Tage betrieben wir also die Funkstationen bzw. klärten die immer wieder auftauchenden interessierten Pfadfindern über den Amateurfunk auf. Nebenbei richtete Frank DL5FCV für die jüngeren Pfadfinder Fuchsjagden auf 80m aus. Ein Angebot, das mit großer Begeisterung wahrgenommen wurde.

Am Tag vor dem Abschlussabend gab es ein großes Treffen, bei dem sich die einzelnen Pfadfindergruppen mit Ständen vorstellen konnten. Die ausländischen Pfadfinder informierten zumeist über ihr Land und ihren Verband und gaben kleine Kostproben von landestypischen Speisen. Wir vom Amateurfunkteam führten Bildübertragungen per SSTV vor, was jedoch angesichts des großen und interessanten Angebotes leider ein wenig ins Abseits geriet.

Am Freitag, den 3.August mussten wir leider wieder abreisen, was uns nicht nur wegen der neu gewonnenen Freunde und der guten Stimmung auf dem Lager, sondern auch deshalb schwer fiel, weil wir so den großen Abschlussabend verpassten. Nach den obligatorischen Abbauarbeiten begaben wir uns am Morgen wieder auf die Autobahn.

Am späten Abend kamen wir in Berlin an, räumten aber nur noch das nötigste aus, da uns die vergangenen Tage und die doch recht lange Reise ziemlich "geschlaucht" hatten.

In den nächsten Tagen räumten wir unsere Material auf, besserten Schäden aus und lagerten unsere Fieldday-Ausrüstung für den kommenden Winter ein.

 

  • Westernohe_01_01
  • Westernohe_01_02
  • Westernohe_01_03
  • Westernohe_01_04
  • Westernohe_01_05
  • Westernohe_01_06
  • Westernohe_01_07
  • Westernohe_01_08
  • Westernohe_01_09
  • Westernohe_01_10
  • Westernohe_01_11
  • Westernohe_01_12
  • Westernohe_01_13
  • Westernohe_01_14
  • Westernohe_01_15
  • Westernohe_01_16
  • Westernohe_01_17
  • Westernohe_01_18
  • Westernohe_01_19
  • Westernohe_01_20
  • Westernohe_01_21
  • Westernohe_01_22
  • Westernohe_01_23
  • Westernohe_01_24

Simple Image Gallery Extended

Am Donnerstag, den 26.Juli ging es los. Als Fahrzeug lieh uns ein Freund einen VW-Bus, was angesichts unseres Materials trotz nur drei beförderter Personen angemessen war. Als erstes beluden wir den Bus, der sich schnell mit immer mehr Ausrüstungsgegenständen füllte. Neben diversen persönlichen Dingen und unserer Verpflegung mussten natürlich unsere funkspezifischen Sachen Platz finden. Diesen "Ladevorgang" konnten wir zum Glück relativ schnell abschließen, da wir schon am Vortag begonnen hatten, den Bus zu packen.

Am frühen Nachmittag konnte es dann endlich losgehen. Ziel war Lomitz (JO52QW), ein kleiner Ort im Wendland, dem östlichsten Zipfel von Niedersachsen.

Am späten Abend trafen wir nach einer Fahrt ohne besondere Vorkommnisse ein. Da es natürlich bereits dunkel war und wir doch ein bisschen erschöpft von der Fahrt waren, luden wir nur noch die etwas teureren Sachen aus (Funkgeräte und Endstufen) und ließen dann den Abend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es dann so richtig los. Unser Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem Aufbau unserer Erde-Mond-Erde-Station. Unsere Ausrüstung bestand hier aus einem Alu-Kipp-Mast, zwei 18el. Yagis von M2, einem selbstgebauten Sequencer, einem ICOM IC-275E und einer Dressler D200s-Endstufe. Viel Zeit durften wir uns dabei nicht lassen, da wir bereits am späten Nachmittag die ersten Skeds vereinbart hatten. Also bauten wir die Antennen zusammen, richteten die Stockung aus und verkabelten Antennen, Sequencer und die Speiseleitung. Bis dahin ging zwar alles gut, dann folgte jedoch die Katastrophe. Beim Aufstellen des Mastes löste sich der Mastfuß aus seiner Bodenverankerung und der Mast fiel wieder um. Endergebnis dieses Unfalles waren zwei verbogene Antennen und ein zerstörter Sequencer, glücklicherweise jedoch keine Verletzten. Nach einer kurzen Beratung über das weitere Vorgehen kamen darin überein, die EME-Skeds per E-Mail abzusagen, aus den zwei Antennen eine zu machen und uns auf terrestrischen UKW-Funk zu beschränken. Dies taten wir dann auch und so verging der Tag mit dem Geradebiegen von Aluminium und dem Aufbau unseres Funkzeltes. Als Versöhnung gelangen uns aber auch auf diese Weise sehr schöne Verbindungen.

Den Samstag widmeten wir dem Aufbau unserer Kurzwellen-Station und der Packet-Radio-Anlage. Für die kurze Welle standen uns unser TS-140 samt TL-911-Endstufe, ein 80m-Dipol, eine FD4 und ein FB23-Beam samt Rotor zur Verfügung, die Packet-Radio-Anlage bestand aus einem C5608D-Mobil-Transceiver und einer 6el-Yagi. Für die FD4 waren schnell zwei passende Bäume gefunden und so hing die Antenne in etwa einer halben Stunden. Das Spannen des Dipols gestaltete sich jedoch schwieriger. Zwar fanden wir auch für diese Drahtantenne zwei Bäume im entsprechenden Abstand, die Gerade zwischen diesen Bäumen verlief jedoch über eine Pferdewiese und das darauf grasende Pferd zeigte sich leider sehr interessiert an unserer Antenne. Also mussten wir erst einmal das Pferd ablenken, um dann schnell die Antenne in die Höhe zu ziehen. Nach "einiger Zeit" hatten wir das Pferd dann aber überlistet und unseren 80m langen Dipol aufgehängt. Da wir im heimischen Shack nur Platz für eine 20m lange Drahtantenne haben, wollten wir hier die Gelegenheit nutzen und unseren Länderstand auf 160m erhöhen, was uns auch gelang. Neben den "normalen Kurzwellen-QSOs" nahmen wir außerdem noch am IOTA-Contest teil.

Der nächste Tag begann etwas ruhiger mit einem späten Frühstück. Für diesen Tag hatten wir Satelliten-Verkehr und eine kleine Grillparty geplant. Da wir bisher noch keine QSOs über Satelliten geführt hatten, fingen wir erst einmal damit an, uns in die Tracking-Programme einzuarbeiten. Dann bauten wir unsere kleine Antennen-Anlage, bestehend aus jeweils einer 6el-Yagi für 2m und 70cm, auf. Da wir für die UKW-Anlagen keinen Rotor besitzen mussten wir Antennen mit einem Kompass in der Hand per Hand nachführen. Aber auch so gelangen uns nach einer kleinen Einarbeitungsphase unsere ersten Satelliten-QSOs. Am Nachmittag warfen wir dann den Grill an und holten das Bier aus dem Kühlschrank um den Tag mit einem schönen Essen ausklingen zu lassen. Der Tag endete spät in der Nacht mit einigen 160m-QSOs.

Für den Montag hatten wir nichts besonderes geplant, jeder machte halt das, wozu er Lust hatte. Am Nachmittag fingen wir dann aber an, die gesamten Anlagen wieder abzubauen, um am Dienstag möglichst früh aufbrechen zu können, da uns noch einige Kilometer auf der Autobahn bevorstanden.

Den Dienstag begangen wir mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite waren wir natürlich traurig, dass die Tage in Lomitz so schnell vorbei gegangen waren. Auf der anderen Seite waren wir aber natürlich gespannt, was das Pfadfinderlager in Westernohe bringen würde. Also räumten wir die letzten Sachen zusammen, säuberten das Haus und begaben uns mit unserem VW-Bus wieder auf die Autobahn...

 

  • lomitz_01_01
  • lomitz_01_02
  • lomitz_01_03
  • lomitz_01_04
  • lomitz_01_05
  • lomitz_01_06
  • lomitz_01_07
  • lomitz_01_08
  • lomitz_01_09
  • lomitz_01_10
  • lomitz_01_11
  • lomitz_01_12
  • lomitz_01_13
  • lomitz_01_14
  • lomitz_01_15
  • lomitz_01_16
  • lomitz_01_17
  • lomitz_01_18
  • lomitz_01_19
  • lomitz_01_20
  • lomitz_01_21
  • lomitz_01_22
  • lomitz_01_23
  • lomitz_01_24

Simple Image Gallery Extended

Auch zum APRS-Aktivitätstag am 25.Februar wollten wir unsere Clubstation aktivieren. Gegen 11.00 Uhr trafen wir uns und richteten unser Shack her, um gleichzeitig sowohl auf UKW als auch KW APRS-Betrieb machen zu können. Da wir zum ersten Mal in dieser Betriebsart QRV wurden, musste nun erst einmal die Software installiert und getestet werden, was wir relativ schnell hinter uns brachten. Als wir jedoch zum Betrieb übergehen wollten stellten sich die ersten Probleme ein: Bei der ersten Bakenaussendung nach Programmstart versagte unser TNC jedes mal erneut seinen Dienst. Systematisch schlossen wir als erstes die Software und dann den TNC selbst als Fehlerquelle aus. Da wir schon des öfteren mit Direkteinstrahlung zu kämpfen gehabt hatten, vermuteten wir auch dieses Mal dort das Problem. Also wurde einfach der Standort der UKW-Antenne verändert und siehe da, alles funktionierte einwandfrei. Nachdem wir also dieses Problem gelöst hatten, gingen wir auf die Suche nach den entsprechenden Frequenzen. Auf 2m benutzten wir die empfohlene Frequenz 144,800 MHz, auf der auch eine große Anzahl von Stationen QRV war. Die uns für Kurzwelle empfohlene Frequenz (10,151 MHz --> Bandplan ???) zeigte sich jedoch nicht als besonders belebt. Nach einer längeren Suche fanden wir jedoch im 20 Meter-Band eine Frequenz, auf der diverse Stationen in ganz Europa QRV waren. Ständig waren mehr als 50 Stationen erreichbar.

Unseren ursprünglichen Plan sowohl die Kurzwellen-Stationen auf UKW, als auch die UKW-Stationen auf Kurzwelle umzusetzen, verwarfen wir zwar wegen der hohen Belastung der Kurzwellen-Frequenz, die Auslastung der UKW-Frequenz ließ ein Umsetzen der europäischen Stationen auf UKW jedoch zu.

Nun konnten wir es etwas ruhiger angehen lassen. Abgesehen von gelegentlichen Nachrichten an befreundete teilnehmende OMs verbrachten wir die nächste Zeit mit Kaffee-Trinken und einem kleinen Frühschoppen.

Die eigentliche Hauptaktivitätszeit (11.00 bis 16.00 Uhr Ortszeit) überschritten wir auf diese Weise zwar, dies machte jedoch angesichts der gemütlichen Stimmung und der für uns neuen Betriebsart nichts.

Auf eine Erläuterung der Packet-Radio-Spielart APRS (Automatic Packet Reporting System) haben wir hier bewusst verzichtet. Wer sich genauer darüber informieren möchte, schaue bitte auf die APRS-Homepage (http://www.aprs-dl.de/).

 

  • aprs_01_1
  • aprs_01_2
  • aprs_01_3
  • aprs_01_4

Simple Image Gallery Extended

Das Winterfest unseres Stammes findet traditionell am ersten Samstag nach dem Todestag des Gründers der Weltpfadfinderbewegung Sir Robert Baden-Powell (8.Januar 1941) statt. Während dieses Winterfestes veranstalten wir zumeist ein größeres Spiel (einen Postenlauf oder ähnliches), an dem der gesamte Stamm teilnimmt.

In diesem Jahr übernahm auch der Arbeitskreis Amateurfunk erstmals einen Posten. Da wir allesamt große Anhänger der Morsetelegraphie sind und diese auch den jüngeren Pfadfindern näher bringen wollen, richteten wir unseren Posten darauf aus.

Die ankommenden Gruppen wurden von uns in zwei kleinere Gruppen geteilt. Eine Gruppe verließ das Shack gleich wieder, die andere blieb. Ziel unseres Postens war nun, mittels eines kleinen Tongenerators einzelne Morsezeichen an die jeweils andere Gruppe zu übermitteln. Da viele der teilnehmenden Kinder dabei zum ersten Mal mit dem Morsealphabet in Berührung kamen, gaben wir als kleines Hilfsmittel eine Tabelle in Form der sicherlich bekannten Punkt-Strich-Liste mit dazu. Zudem verzichteten wir auf eine Zeitbeschränkung, um so den Lerneffekt zu erhöhen. Je nach Anzahl der richtig erkannten Zeichen gab es Punkte in Form von Gummibärchen, die für den weiteren Verlauf des Spieles wichtig wurden. Erstaunlich fanden wir in diesem Zusammenhang, dass anscheinend eine Begabung in Bezug auf das Morsen existiert. Während sich einige Kinder eher schwer taten, übermittelten andere die Zeichen fast schon spielend.

Nach Beendigung des Spieles folgt traditionell eine von Pfadfindern gestaltete Messe und als Abschluss eine große Runde mit Lagerfeuer und Gesang.

Vom 14.07. bis zum 16.07.2000 führten wir mit unserem Stamm Anselm von Havelberg ein Wochenendlager durch. Als Höhepunkt veranstalteten wir eine 80m-Fuchsjagd im Tegeler Forst im Norden Berlins. Bei einer solchen Fuchsjagd kommt es nicht darauf an, arme kleine Tiere zu erschießen, sondern mit Hilfe von Peilempfängern im Gelände versteckte Sender (die sog. Füchse) zu finden.

Da die Teilnehmer unserer Fuchsjagd noch relativ unbedarft waren, was das Peilen anbetrifft, begannen wir unser Vorhaben mit einer Einführung in die Materie und erklärten anschließend die Funktionsweise der Geräte. Nach diesem theoretischen Teil, der bei Kindern bekanntlich nicht allzu lange dauern sollte, gingen wir zur Praxis über. Ein Peilempfänger wurde vorgeführt, die übrigen Geräte wurden ausgeteilt und somit begann die erste kleine Probepeilung. Da es unsere erste Aktion dieser Art war, kam es zwar zu anfänglichen Schwierigkeiten, diese räumten wir jedoch relativ schnell aus. Die nachfolgende Test-Fuchsjagd, bei der wir einen Sender in etwa 200m Entfernung versteckten, meisterten die Teilnehmer dann schon fast problemlos.

Um die "richtige" Fuchsjagd gut zu überstehen, ging es nun erst einmal in die Mittagspause.

Nachdem sich alle gut gestärkt hatten, fanden sich die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen in 3er-Gruppen zusammen und liefen los. Da wir auch jüngere Pfadfinder dabei hatten, schalteten wir die Füchse nacheinander manuell ein, um den erhöhten Schwierigkeitsgrad einer zeitlichen Taktung und die Unterscheidung der Sender mittels Morsekennung herauszunehmen. Insgesamt wurden drei Füchse versteckt, wobei sich der dritte und letzte Fuchs wieder in der Nähe unseres Lagerplatzes befand.

Die Kinder streiften also durch den Wald und versuchten, die Sender zu finden. Der eine fand den Fuchs schneller, der andere langsamer, aber allen machte es sichtlich Spaß. Nach etwa vier Stunden traf auch die letzte Gruppe wieder im Lager ein.

Wir beendeten schließlich unsere Fuchsjagd mit einer Auswertung und einer kleinen Siegerehrung.

Ein besonderer Dank geht in diesem Zusammenhang noch an die Fuchsjagdreferentin des Distriktes Berlin (D), Brigitte Drews DL7AFJ, die uns die Geräte lieh und somit unser Vorhaben erst ermöglichte.

Wer sich genauer über das Amateurfunkpeilen informieren möchte, der schaue doch bitte auf die Seite des DARC Referates für ARDF-Funksport (http://ardf.darc.de/). Dort gibt es nicht nur alle Informationen zum Thema, sondern auch Kontaktadressen, für den Fall, dass man selbst einmal mitmachen möchte.

 

  • fuchsjagd_00_1
  • fuchsjagd_00_2

Simple Image Gallery Extended

Um nach der Einrichtung unserer Funkstation im Turmzimmer endlich "richtig" QRV werden zu können, diskutierten wir immer wieder verschiedene Möglichkeiten, eine KW-Antenne in der Nähe unseres neuen Shacks zu installieren. In der Vergangenheit hatten wir einfach einen Langdraht aus dem Fenster gehängt und diesen mit Hilfe einer Matchbox angepasst. Wer schon einmal eine solche Antenne in Gebrauch hatte, weiß, dass es nicht gerade das Nonplusultra im DX-Geschäft ist. Unsere Favoriten bei diesen Diskussionen waren eine Magnet-Loop innerhalb des Shacks bzw. ein Drahtantenne zwischen Kuppel und Turm unserer Kirche. Die Wahl fiel dann schließlich auf die Drahtantenne, da wir diese relativ hoch und frei aufhängen könnten. Nachteil dieser Entscheidung war und ist, dass wir mit dieser Antenne praktisch die Nord-Süd-Richtung ausspar(t)en und somit z.B. in Afrika kein allzu starkes Signal stellen konnten/können, was sich leider auch an unserer Länderstatistik erkennen lässt. Aber irgendwas ist ja immer...

Nachdem diese Entscheidung getroffen war, setzten wir uns mit dem damaligen Pfarrer der Gemeinde Herr Weidel in Verbindung, um eine Genehmigung zu erhalten, die Antenne auch tatsächlich so spannen zu dürfen, wie wir es geplant hatten. Zu unserem Erstaunen erhielten wir nach einem kurzen Gespräch, in dem wir unser Vorhaben skizzierten, formlos und ohne weitere Schwierigkeiten seine Genehmigung. Dies war also geschafft.

Also begaben wir uns eines sonnigen Februartages (am 27.02.1999) mit zwei Dachdeckerleitern, einer Drahtantenne, jeder Menge Koaxkabel und PL-Steckern bewaffnet in unser Shack. Nach kurzen Vorbereitungsarbeiten (löten von Steckern etc.) gingen wir ans Werk. Durch eine kleine Dachluke gelangten wir auf das Dach der Kirchenkuppel. Nun hängten wir die Leitern in die Dachhaken und Tom DL7AWO bestieg durch ein Klettergeschirr gesichert das Dach. Mit den Leitern ging es dann in Richtung Kuppelspitze. Leider mussten wir auf halbem Weg eine ungewollte Pause einlegen, da die Abstände der Dachhaken im oberen Bereich zu groß für unsere Leitern wurden. Zu unserem großen Glück fanden zeitgleich Bauarbeiten in und an unserer Kirche statt, so dass wir ein Gerüstteil nutzen konnten, um auch größere Abstände zu überbrücken. Nachdem auch dieses Hindernis überwunden war, erreichte der "Stoßtrupp Kirchenkuppel" relativ schnell die Spitze und befestigte das eine Ende der Antenne an einem Dachhaken kurz unterhalb des auf der Spitze angebrachten Kreuzes.

Auf der anderen Seite ließen wir ein Seil vom Kirchturm herunter und banden daran die Antenne. Nachdem die Antenne hochgezogen war und ihre Endposition erreicht hatte, musste "nur noch" das Speisekabel in unser Shack geführt werden. Dies bewerkstelligten wir mit ein bisschen Wurfgeschick und einem kleinen Gewicht. Nun war der Hauptteil der Arbeit erledigt und wir konnten das Dach und unsere Sicherungsposten wieder verlassen.

Die restlichen Arbeiten konnten wir nun bequem vom Shack aus durchführen, ohne unser Leben in luftiger Höhe riskieren zu müssen. Es musste noch ein Loch in den Fensterrahmen gebohrt werden, um das Speisekabel ins Shack führen zu können und ein Blitzschutz installiert werden. Dies war schnell getan und so konnten wir am frühen Abend unser Werk betrachten.

Endergebnis dieser nicht ganz alltäglichen Arbeit war eine frei hängende FD4-Drahtantenne in etwa 35m Höhe über Grund. Sie spielt auf den Kurzwellenbändern 40m aufwärts.

Und dass sie spielt zeigt unser aktueller Länderstand...

 

  • antenne_99_1
  • antenne_99_2

Simple Image Gallery Extended

Tom DL7AWO und Enrico DH7ATV,
QTH: Rajlovac nr Sarajevo,
4.SFOR-Kontigent, 1./GepEinsVbd,
Rig: IC-706, MFJ 949, MFJ-Paddle, Laptop, Antenne: FD4.

  • t9_98_01
  • t9_98_02
  • t9_98_03
  • t9_98_04
  • t9_98_05
  • t9_98_06
  • t9_98_07
  • t9_98_08
  • t9_98_09
  • t9_98_10
  • t9_98_11
  • t9_98_12
  • t9_98_13
  • t9_98_14
  • t9_98_15
  • t9_98_16
  • t9_98_17
  • t9_98_18

Simple Image Gallery Extended

Urlaub an der Nordsee mit Funkausrüstung,
QTH: Nørre Lyngby, Dänemark, JO47VJ,
Rig: MFJ 9020 (CW-QRP-Transceiver mit 5W Ausgangsleistung), MFJ 949 Tuner, Langdraht-Antenne in den Bäumen, Handtaste.

  • oz_94_1
  • oz_94_2
  • oz_94_3
  • oz_94_4
  • oz_94_5

Simple Image Gallery Extended

Sommerlager des Stammes Anselm von Havelberg (AvH),
QTH: Læsø (Insel im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden), JO57__,
Rig: Kenwood TH-78E, HB9CV für 2m und 70cm, Bleigel-Akku.

  • laeso_93_1
  • laeso_93_2
  • laeso_93_3

Simple Image Gallery Extended

   
© DL7AWO
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok