Vorbereitung:

Unsere Planung fing dieses Jahr schon etwas früher an, da wir endlich einmal aus der Großstadt heraus kommen und zünftig aus dem Zelt am JOTA teilnehmen wollten. Unsere Wahl fiel (auch mangels Alternativen im Berliner Umland) auf einen Platz in der Nähe von Alt Buchhorst, einem kleinen Dorf östlich von Berlin. Alles war soweit vorbereitet, wir standen praktisch schon in den Startlöchern, da sagte uns der für die Vermietung des Platzes Zuständige, der Kaplan der dortigen katholischen Gemeinde, den vorher eindeutig zugesicherten Platz einfach ab. Um eine ähnliche Enttäuschung zu vermeiden, können wir nur jedem davon abraten, diesen Zeltplatz zu nutzen.

Da es mittlerweile natürlich zu spät war, einen neuen Platz zu organisieren, mussten wir auf unseren altbekannten Standort, dem Gemeindehaus von St. Marien zurückgreifen.

Freitag, 20.Oktober:

Also trafen wir uns am 20.Oktober um 18.00 Uhr Ortszeit am gesagten Ort und begannen, hinter dem Gemeindehaus unsere Jurte aufzubauen und das geplante Lagerfeuer vorzubereiten. Da wir vorhatten dieses Jahr mit zwei KW- und einer UKW-Station am JOTA teilzunehmen, hatten wir schon frühzeitig bei unserem Ortsverband angefragt, ob wir uns dort die fehlenden Ausrüstungsgegenstände ausleihen könnten. Dies wurde netterweise vom OV-Vorsitzenden bejaht und so fuhren wir nach dem Aufbau unseres Nachtlagers erst einmal zum OV-Heim und luden dort einen KW-Transceiver und einige andere Dinge ein. Nach unserer Rückkehr zur Gemeinde und einer anschließenden kurzen Beratschlagung bauten wir die Funkstationen auf. Unsere erste Kurzwellen-Station sollte im Turmzimmer stehen und vornehmlich für den gleichzeitig zum JOTA stattfindenden Worked-All-Germany-Contest reserviert sein. Da das Turmzimmer eh schon unsere Clubstation DL0AVH beherbergt, war hier nicht mehr viel zu tun. Die zweite Kurzwellen- und die UKW-Station bauten wir im Keller des Gemeindehauses auf. Diese Stationen sollten den "normalen" Betrieb abwickeln, sprich SSB- und SSTV-Betrieb auf Kurzwelle und Packet-Radio-Betrieb in den Convers-Runden sicherstellen. Hier mussten wir schon etwas mehr tun, da noch zwei komplette Zimmer umgeräumt werden mussten, um geeignete Voraussetzungen für den Funkbetrieb zu schaffen. Aber auch dies schafften wir in relativ kurzer Zeit, so dass wir pünktlich um 21.30 Uhr unser inzwischen vom Rest der Leiterrunde vorbereitetes Abendessen einnehmen konnten. Dabei handelte es sich um wirklich wohlschmeckende Raviolis ...

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Nun war unser Pflichtprogramm für den Freitag geschafft und wir konnten uns ganz dem "geselligen" Teil des Abends widmen: ein lustiges Beisammensein am Lagerfeuer bei Wein, Weib und Gesang in unserer Jurte. Dieser allseits beliebte "Programmpunkt" dauerte schließlich bis tief in die Nacht ...

Samstag, 21.Oktober:

Nach unserer (natürlich viel zu kurzen) Nachtruhe standen wir schon um 8.30 Uhr wieder auf, um uns gegen 9.00 Uhr mit frischen Brötchen für die kommenden Aufgaben zu stärken. Anschließend widmeten wir uns dem alljährlich ausgerichteten Packet-Radio-Spiel. Dabei muss die Anleitung des Spieles aus DB0BOX in Nürnberg heruntergeladen werden und die darin aufgeführten Mailboxen "connected" werden, um an die eigentlichen Aufgaben heran zu kommen. Dies war noch relativ schnell getan, die Aufgaben hatten es jedoch in sich. Mit rauchenden Köpfen saßen wir über den Aufgaben und grübelten und grübelten. Irgendjemand hatte schließlich aber immer eine gute Idee, die mit Hilfe der gesamten Runde zur Lösung weiter entwickelt werden konnte. Nachdem wir auch dies geschafft hatten, teilte sich die Teilnehmerschaft wieder. Die eine Hälfte bereitete das Mittagessen vor, die andere baute die Kurzwellen-Antennen auf. Da wir von relativ hohen Häusern umgeben waren, entschlossen wir uns, den 2el. Fritzel-Beam nicht aufzubauen und stattdessen auf ein FD 4 und eine selbstgebaute Quad zurückzugreifen. Die FD4 spannten wir zwischen der Kuppel unserer Kirche und einem Baum, so dass wir ungefähr auf eine durchschnittliche Höhe von 10m kamen. Die Quad stellten wir auf einer kleinen Wiese vor dem Gemeindehaus auf, wobei ein etwa 8m hoher Glasfibermast zum Einsatz kam. Wir hatten erst geplant, die Quad auf dem Dach des Gemeindehauses aufzustellen, was wir jedoch mangels Befestigungsmöglichkeiten schnell wieder verwarfen.

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Gegen 13.00 Uhr gab es Mittag, Nudeln mit zwei selbstgemachten Saucen.

Jetzt konnte es endlich mit dem Funkbetrieb losgehen. Unsere Kurzwellen-Antennen spielten zwar relativ gut, jedoch hatten wir immer wieder Das Spannen der KW-Drahtantenne Schwierigkeiten mit dem Empfang, besonders auf 80m. Wie wir aber immer wieder bestätigt bekamen, waren wir nicht die Einzigen, die Bedingungen waren wohl nicht allzu gut. Leider konnten wir so das erste Puzzle-Teil des vom BdP auf dem 80m-Band veranstalteten Rätsels nicht und das zweite nur teilweise aufnehmen. Kurz vor dem Deutschlandsked kamen wir dann aber doch noch mal in Kontakt mit der Leitstation des Rätsels, die die betreffenden Teile für uns noch einmal wiederholte. An dieser Stelle nochmals danke dafür. Um das Puzzle besser lösen zu können und nichts zu vergessen, nahmen wir die Aufgabenstellungen mittels Mini Disk auf. Um 17.00 Uhr Ortszeit folgte dann das Deutschlandsked, bei dem sich alle am JOTA teilnehmenden Stationen kurz vorstellten. Unsere Befürchtung, nicht von der Leitstation aufgenommen werden zu können, bewahrheitete sich zum Glück nicht, wie eine schnelle Rückfrage ergab. Nach dem Sked folgte schließlich noch der dritte Teil des BdP-Rätsels.

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Gegen 19.00 Uhr aßen wir zu Abend.

Nach dem Abendbrot hatten wir extra kein festes Programm mehr angesetzt, jeder sollte das machen, wozu er gerade Lust hatte. Die einen setzten sich vor die Packet-Radio-Station und "unterhielten" sich im Deutschland- oder Worldwide-Convers mit anderen Pfadfindern, andere lauschten den Kurzwellen-Operatoren, die ihr bestes gaben, um etwas aus den eher mäßigen Bedingungen zu machen. Da wir auf Kurzwelle nicht nur SSB- sondern auch SSTV-Betrieb anstrebten, beschäftigten sich gestalterisch begabte Pfadfinder mit der Erstellung der zu versendenden SSTV-Bildern. Wiederrum andere machten sich schon mal Gedanken über unsere diesjährige QSL-Karte, welche wir am Sonntag designen wollten. Der Rest versuchte entweder das vom BdP ausgestrahlte Rätsel zu lösen oder setzte sich einfach nur ans Lagerfeuer in die Jurte. So wurde es immer später und eh man sich versah, war der Tag auch schon wieder rum. Nach 24.00 Uhr gingen bei uns schließlich die Funk-Bedingungen noch einmal hoch, was abgesehen von den Funkamateuren aber kaum noch jemand mitbekam, da der Hauptteil der Teilnehmer zu diesem Zeitpunkt bereits friedlich in den Schlafsäcken lag.

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Sonntag, 22.Oktober:

Auch am letzten JOTA-Tag standen wir wieder früh auf (9.00 Uhr), um unser Programm ohne Zeitdruck bequem über die Bühne zu bekommen. Nach dem Frühstück entwarfen wir also endlich unsere diesjährige QSL-Karte. Da wir uns im Vorfeld schon über die Gestaltung Gedanken gemacht hatten, ging auch dieser Programmpunkt relativ problemlos von statten, wenn da nicht der kleine Streit über die zu verwendenden Schriftarten gewesen wäre. Dieser Streit wurde von den verwendeten Computer-Programmen noch verschärft, indem sie hunderte von Schriftarten bereitstellten. Wie die Karte nun letztendlich aussieht, können sie in der QSL-Rubrik sehen.

Ab 11.00 Uhr verlas Christian DL7AYD, der unser Operator-Team zum JOTA verstärkte, den Berlin-Rundspruch vom Shack unserer DL0AVH-Station und verteilte im sich anschließenden Bestätigungsverkehr den in Berlin sicherlich noch begehrten Sonder-DOK "RDP".

Nach dieser Aktion beendeten wir so langsam den "offiziellen" Teil. Die Pfadfinder räumten auf und bauten die Jurte wieder ab. Die Runde löste sich so langsam auf...

Die Funkamateure blieben noch bis zum Ende des WAG-Contestes und sammelten noch ein paar DOKs für DL0AVH. Schließlich und endlich bauten die letzten Verbliebenen gegen 17.30 Uhr die Stationen und die Antennen wieder ab.

Fazit:

Nach der anfänglichen Enttäuschung darüber, dass wir wieder einmal in Berlin bleiben mussten, wurde es doch noch ein schönes JOTA.

Gut Pfad / Be Prepared !

 

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